S4F Stellungnahmen | Diskussionsbeiträge

Unsere Artikel und Stellungnahmen bewerten, ordnen ein und liefern den wissenschaftlichen Kontext. Sie greifen aktuelle Ereignisse oder Diskussionen auf. Wir achten darauf, fach- und institutionsübergreifend zu arbeiten.

  • Heizen mit Holz
    Holzverbrennung gilt als nachhaltige Wärmequelle. Das stimmt nur sehr bedingt, stellt eine Gruppe von Fachleuten der Scientists for Future fest. Energie zur Wärmeerzeugung in Deutschland ist angesichts der Gaskrise in den Fokus gerückt. Eine Umstellung auf Erneuerbare Energien auch in der Wärmeerzeugung für Industrie und Haushalte ist unumgänglich. Zwar ist Holz ein nahwachsender Rohstoff, aber sowohl seine Erzeugung als auch seine Verwendung ist nicht unbedingt nachhaltig. „Heizen mit Holz“ gehört auf den Prüfstand.
  • Positionspapier zum Entwurf der Energiestrategie Brandenburg 2040, MWAE – 23.12.2021 und zum Klimaplan Brandenburg, erstellt von Mitgliedern der Fachgruppe Energie der Scientists for Future
    Die Erarbeitung einer Energiestrategie als Grundlage für die zukünftige Energiepolitik des Landes Brandenburg wird begrüßt. Leider macht der vorliegende Entwurf den Eindruck, dass die Energiepolitik der letzten Jahrzehnte im Wesentlichen fortgeschrieben werden soll. Fossile Energieträger werden zwar durch erneuerbare Energiequellen ersetzt bzw. durch den Einsatz von Wasserstoff ergänzt, aber die Konsequenzen und notwendigen Umgestaltungen auf der Verbraucherseite werden jedoch deutlich zu kurz behandelt. Maßnahmen zum Energiesparen fehlen, komplexe Abhängigkeiten bleiben ausgeblendet. Die Energiewende wird nicht oder kaum ganzheitlich gesehen.
  • Wärmewende beschleunigen,
    Gasverbrauch reduzieren.
    Ein Kurzimpuls
    Aktuell importiert Deutschland 500 TWh/a Erdgas aus der Russischen Föderation. Der Großteil dieses Gases wird zur Erzeugung von Prozess- und Raumwärme eingesetzt. Durch eine beschleunigte Umstellung der Wärmeversorgung auf von erneuerbarem Strom angetriebene Wärmepumpen, regenerative Wärme in Wärmenetzen und die Substitution von Erdgas in der Stromerzeugung durch erneuerbare Energie sowie Energieeinsparung kann in wenigen Jahren so viel Erdgas eingespart werden,
  • Sackgasse „Stadtstraße“ – Ein Ausweg ist möglich: Stellungnahme von S4F-Wien, Niederösterreich und Burgenland
    Die geplante „Stadtstraße Aspern“ im 22. Wiener Gemeindebezirk (Donaustadt) ist Teil eines größeren Verkehrskonzeptes. Gemeinsam mit der S1-Spange Aspern sollte sie die S1 mit der A23 verbinden1. Obgleich es sich formell um eine „Stadtstraße“ handelt, ist sie in den Dimensionen und als Verbindung von einer Autobahn und einer Schnellstraße geplant. Außerdem wurde bei der Planung davon ausgegangen,
  • Was das Leben ausmachen wird: Perspektiven Paris – kompatibler kommunaler Zukunftsplanung
    Es sind besonders die Kommunen, welche die Last der Klimakrise zu bewältigen haben. Die unausweichlich erforderliche Umgestaltung der Energieversorgung, der Mobilität, des Wohnens findet vor Ort, in den Städten und Gemeinden statt. Die dazu erforderlichen Milliardenbeträge können die Kommunen nicht allein aufbringen.
  • Stellungnahme von S4F Wien, Niederösterreich und Burgenland zum Bau der sogenannten „Stadtstraße“
    Die Auflösung der Versammlung im „Camp Wüste“ durch die Polizei und die Drohungen gegen Besetzer*innen mit existenzgefährdenden Schadenersatzforderungen zeigen, dass die Stadt Wien gewillt ist, den Bau der Stadtstraße unter allen Umständen durchzuführen. Deshalb weisen Scientists for Future Wien in einer Stellungnahme eindringlich darauf hin, dass dieses Vorhaben nicht mit den Klimazielen vereinbar ist, die sich die Stadt Wien selbst gesetzt hat,
  • Kernenergie ist keine Technologie zur Lösung der Klimakrise
    Zur Lösung der Klimakrise kann die Kernenergie nicht beitragen, da sie zu langsam ausbaufähig, zu teuer und zu risikoreich ist. Zudem behindert sie strukturell den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die gegenüber der Kernkraft schneller verfügbar, kostengünstiger und ungefährlich sind.
  • Ahrtal: Nach der Flut Potenzial für eine zukünftige Modellregion
    Die Bewohner:innen der verwüsteten Ahrtal-Region brauchen schnellstmöglich wieder eine langfristig gesicherte Energieversorgung. Wissenschaftler aus dem Umfeld der Scientists for Future (S4F) haben jetzt ein Konzept entwickelt, wie sich ein schneller Wiederaufbau wirtschaftlich und nachhaltig gestalten lässt.
  • CO2-Bepreisung und soziale Ungleichheit in Deutschland
    Die Bepreisung von CO2 und anderen Treibhausgasen zur Bekämpfung der Klimakrise ist sinnvoll. Sie kann zugleich mit Maßnahmen gegen Armut und soziale Ungleichheit Hand in Hand gehen.
  • Stellungnahme der S4F Wien, Niederösterreich, Burgenland zur Lobau-Autobahn und zugehörigen Straßenbauprojekten
    Zwölf Wissenschaftler*innen der Scientists for Future haben das Lobautunnelprojekt genau unter die Lupe genommen. Sie kommen zu dem Ergebnis: Das Projekt ist nicht mit den Klimazielen Österreichs vereinbar. Es würde mehr Verkehr hervorrufen anstatt Straßen zu entlasten, es würde klimaschädliche Emissionen vermehren, Landwirtschaft und Wasserversorgung gefährden und das ökologische Gleichgewicht des Nationalparks Lobau bedrohen.
  • Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in Deutschland und die Klimakrise — eine Stellungnahme von Wissenschaftler:innen der Scientists for Future
    Die verheerende Flutkatastrophe des Juli 2021 macht uns alle betroffen. Mehr als 170 Menschen sind ihr bis heute zum Opfer gefallen, ganze Ortschaften wurden zerstört. Die schrecklichen Dimensionen dieser Tragödie werden mit jedem Tag sichtbarer.
  • Bewertung des Gesetzentwurfs über die unternehmerische Sorgfaltspflicht in Lieferketten
    Die Fachgruppe Rohstoffe begrüßt das Gesetz und stimmt – auch aus wissenschaftlicher Sicht – zu, dass dadurch die Menschenrechtslage verbessert werden kann und dass gerade die in Deutschland tätigen oder ansässigen Unternehmen eine besondere Verantwortung tragen und einen wichtigen Beitrag leisten müssen. Das Gesetz weist jedoch aus unserer Sicht einige Lücken auf. Um sicherzustellen,
  • Können synthetische Brennstoffe die Ölheizung retten? Stellungnahme der S4F Österreich zum Brief der Wirtschaftskammer Oberösterreich an die Bürgermeister*innen
    Im Februar 2021 hat die Wirtschaftskammer Oberösterreich ein Schreiben an alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Oberösterreich geschickt, in dem sie Verbote von Verbrennungsmotoren und Ölheizungen als „standortfeindlich, bürgerfern und sozial ungerecht“ bezeichnete. Man könne doch fossile Brennstoffe durch synthetische ersetzen und so die bestehenden Infrastrukturen weiter benutzen. Scientists for Future Österreich hat sich die Argumente der WKOÖ sehr genau angesehen und eine wissenschaftlich begründete Stellungnahme dazu ausgearbeitet,
  • Klimaverträgliche Energieversorgung für Deutschland – 16 Orientierungspunkte
    Als fairer Beitrag Deutschlands zur Einhaltung der globalen 1,5-Grad-Grenze werden 16 Orientierungspunkte für eine klimaverträgliche Energieversorgung vorgestellt. Es wird davon ausgegangen, dass hierfür die deutschen energiebedingten CO2-Emissionen in etwa 15  Jahren weitgehend auf Null sinken müssen.
  • Der integrierte Klimaschutzplan des Landes Hessen. Wissenschaftliche Bewertung des iKSP durch S4F Hessen
    Die hessischen Regionalgruppen der Scientists for Future (S4F Hessen) wollen das Land Hessen beim Erreichen seiner Klimaschutzziele und bei seiner notwendigen Klimaanpassung aus wissenschaftlicher Perspektive unterstützen. Hierfür stellen sie in diesem ersten Schritt für die anstehende Fortschreibung des integrierten Klimaschutzplans des Landes eine unabhängige wissenschaftliche Bewertung des derzeitigen integrierten Klimaschutzplans von 2017 bereit und werden den Prozess weiter kritisch aus wissenschaftlicher Perspektive begleiten.
  • Scientists for Future empfiehlt eine repräsentative Klima-Bürger:innenversammlung im Jahr 2021
    Zusammenfassung Die Zeit drängt. Ohne schnell wirksame Gegenmaßnahmen werden Erderhitzung und Biodiversitätsverlust Ausmaße annehmen, welche die Lebensweise von Menschen nicht abschätzbaren Risiken aussetzen. Obwohl die Herausforderungen weiten Teilen der Bevölkerung bewusst sind, werden dringend nötige Entscheidungen aufgeschoben oder nur teilweise umgesetzt. Eine Ursache hierfür sind fehlende Foren, in denen sich Bürger:innen mit Expert:innen austauschen und gemeinsam mögliche Szenarien und Lösungen erörtern können.
  • Ausbau der Erdgas-Infrastruktur: Brückentechnologie oder Risiko für die Energiewende?
    Studie der Scientists for Future zur Diskussion um Erdgas Berlin, 28.01.2021 | Der geplante Ausbau von Erdgas-Infrastruktur in Deutschland lässt sich nicht klimapolitisch begründen und birgt zahlreiche finanzielle Risiken. Zudem wird damit die geplante Energiewende verzögert. Dies sind die Kernaussagen einer neuen Studie, die heute von den Scientists for Future (S4F) veröffentlicht wurde. Noch vor zehn Jahren war die Begründung für die Nutzung von Erdgas (Methan),
  • Nachverhandlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP): Wissenschaftler drängen darauf, die Trilog-Verhandlungen auf den richtigen Weg zu bringen
    40 Wissenschaftler*innen aus 13 Ländern, von denen viele im wissenschaftlichen Beirat der „Scientists for Future“ mitarbeiten, zeigen in einer heute erschienenen Studie auf, wie die aktuelle GAP-Reform gerettet werden kann, denn in den nächsten Monaten werden nun die Details der GAP-Reform für die Förderperiode 2021-2027 im Trilog zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Ministerrat ausverhandelt.
  • Stellungnahme der Scientists for Future zu den „Forderungen von Fridays for Future Deutschland an die deutschen Vertreter*innen auf EU-Ebene“
    Autor*innen aus Mitgliedern des Beirats der Scientists for Future 1* Berlin, 02.10.2020 | Die Scientists for Future (S4F) belegen, dass die Forderungen der Fridays for Future (FFF) an die EU-Politik sachlich erforderlich und wissenschaftlich begründet sind.  Nach Berechnungen des IPCC ergibt sich ein Restbudget für Emissionen der EU27 von 20 Gt CO2 ab 2021,
  • Wesentliche Defizite des geplanten Kohleausstiegsgesetzes KVBG-E
    Die Bundesregierung plant, das Gesetz zum Kohleausstieg noch vor der parlamentarischen Sommerpause zu verabschieden. In Anbetracht der Vereinbarungen des Pariser Klimaschutzabkommens und der inzwischen großen Dringlichkeit, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, weist der Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes folgende wesentliche Defizite auf: International vereinbarte Klimaschutzziele können nicht eingehalten werden Zur Einhaltung der international vereinbarten Klimaschutzziele ist entscheidend, dass Deutschland sein Gesamtbudget nicht überschreitet.
  • Fakten aus der Wissenschaft
    Zur aktuellen Debatte rund um den Klimawandel Da die neuen Klimagesetze grundlegende gesellschaftliche Veränderungen nach sich ziehen  ̶  beispielsweise die Einführung des CO2-Preises im nächsten Jahr  ̶  werden derzeit wieder Zweifel an der Existenz des vom Menschen verursachten (anthropogenen) Klimawandels lauter. Die Sinnhaftigkeit emissionsfreier Technologien sowie die Wissenschaftlichkeit des Weltklimarates werden bezweifelt. Doch die scheinbaren Argumente der Leugner des Klimawandels sind in der Wissenschaftswelt altbekannt und längst widerlegt. 
  • Wissenschaftler*innen sehen Biodiversität und Nachhaltigkeit durch bevorstehende Reform der EU-Agrarpolitik bedroht
    21 Autor*innen mahnen eine bessere Berücksichtigung der Wissenschaft bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU an. Über 3600 Wissenschaftler*innen haben dieses Dokument mitgezeichnet. „Die GAP nach 2020, wie sie derzeit von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wird, geht die Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit nur unzureichend an. Das macht ein Weiter-wie-Bisher-Szenario sehr wahrscheinlich.“
  • Stellungnahme der Scientists for Future zu dem aktuellen Entwurf für eine europäische Klimaverordnung
    Aufruf an alle europäischen Wissenschaftler*innen Anlässlich der Präsentation der geplanten EU-Klimaverordnung rufen wir alle europäischen Wissenschaftler*innen, disziplin- und institutionsübergreifend, zur Mitarbeit und Unterstützung auf. Es geht darum, ausreichend wirksame Schritte für einen Weg in eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe zu planen, gemeinsam Verantwortung hierfür zu übernehmen und sich an den notwendigen Aktivitäten für eine sichere Zukunft für Europa in und mit der Welt zu beteiligen.
  • Antworten auf zentrale Fragen zur Einführung von CO2-Preisen
    Gestaltungsoptionen und ihre Auswirkungen für den schnellen Übergang in die klimafreundliche Gesellschaft Ein wesentlicher Grund dafür, dass Klimaschutz nur unzureichend umgesetzt wird, ist, dass Treibhausgase keinen angemessenen Preis haben. Nun wird diskutiert den deutschen CO2-Preis (Brennstoffemissionshandelsgesetz) und den Europäischen Emissionshandel anzupassen. Zentral sind dabei Wirksamkeit, wirtschaftliche Verträglichkeit und soziale Gerechtigkeit.  Mit der Beantwortung der folgenden Fragen stellen wir den Stand der Forschung schnell erfassbar zur Verfügung.
  • Scientists for Future wenden sich gegen dramatische Kürzungen der Förderung für angewandte Energieforschung
    Entgegen offizieller Bekenntnisse der Bundesregierung zum Klimaschutz und zur Energiewende hat die Regierungskoalition im November 2019, ohne größere Beachtung in der Öffentlichkeit, die Finanzmittel für die angewandte Energieforschung für die nächsten drei Jahre drastisch gekürzt. Von diesen Kürzungen sind primär Forschungsprojekte zur Entwicklung neuer Technologien, Verfahren und Methoden für erneuerbare Energien und Speichertechnologien betroffen, die die Basis für die Energiewende bilden. 
  • Wetter 2018: Weltweit Hitze, Dürre und Überschwemmungen im Zeichen des Klimawandels
    Das Jahr 2018 war nicht nur in Europa, sondern weltweit von Wetterextremen geprägt. In Deutschland, Österreich und weltweit gab es außergewöhnliche Wettersituationen, bei denen Menschen starben und die zu erheblichen Schäden geführt haben.




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