Zusammenfassung
Die Zeit drängt. Ohne schnell wirksame Gegenmaßnahmen werden Erderhitzung und Biodiversitätsverlust Ausmaße annehmen, welche die Lebensweise von Menschen nicht abschätzbaren Risiken aussetzen. Obwohl die Herausforderungen weiten Teilen der Bevölkerung bewusst sind, werden dringend nötige Entscheidungen aufgeschoben oder nur teilweise umgesetzt.
Eine Ursache hierfür sind fehlende Foren, in denen sich Bürger:innen mit Expert:innen austauschen und gemeinsam mögliche Szenarien und Lösungen erörtern können. Scientists for Future empfiehlt deshalb, mit geeigneten Formen von Bürger:innenversammlungen eine breite und demokratisch partizipative Beteiligung an Zukunftsgestaltung und -sicherung zu ermöglichen. Diese sollten auch unabhängig von einem Auftrag von Regierung oder Parlament initiiert werden. Wir rufen daher zu einem Gründungstreffen auf, um Planung und Durchführung einer Bürger:innenversammlung zum Thema Klima im Jahr 2021 zu ermöglichen.
Eine sorgfältige Planung ist nötig, damit die Durchführung neutral und offen geschieht. Hierfür werden einige zentrale Kriterien beschrieben
Die ganze Stellungnahme ist hier publiziert:
Textversion
Dieser Text wurde maschinell aus dem PDF Original erzeugt und enthält keine Abbildungen
Diskussionsbeiträge der Scientists for Future 5 | scientists4future.org
Scientists for Future
empfiehlt eine repräsentative
Klima-Bürger:innenversammlung
im Jahr 2021
(Version 1.1, Deutsch)
Scientists for Future recommends a representative
Climate Citizens’ Assembly in 2021
(Version 1.1, English translation)
Gregor Hagedorn (Scientist for Future, Berlin), Stefanie Baasch (artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit,
Universität Bremen), Anke Blöbaum (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg), Heiko Brendel (Universität
Passau & S4F Bingen), Judith Nora Hardt (Centre Marc Bloch, Berlin), Stefan Heiland (TU Berlin), Markus Klins-
mann (S4F Stuttgart), Ellen Matthies (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg), Andreas Pfennig (University
of Liège & S4F Aachen), Christina West (S4F Darmstadt & FG Komm. Klimaschutz), Bruno Wipfler (Evalua-
tionsteam Bürgerrat Demokratie), Pietro P. Altermatt, Simon Baumgarten, Melanie Bergmann, Esther Brendel,
Katharina van Bronswijk, Felix Creutzig, Claus-Heinrich Daub, Lea Dohm, Stefanie Engel, Markus Feilner
(Feilner IT), Christoph Glawe, Karl-Martin Hentschel, Jens Jetzkowitz (Museum für Naturkunde Berlin), Nils
König, Steffen Krenzer, Helga Kromp-Kolb, Gerhard Kuhn, Sven Linow, Thomas Loew, Wolfgang Lucht, Angela
Mickley, Klaus Müschen, Volker Ossenkopf-Okada, Felix F. Raulf, Kathrin Rothenberg-Elder, Jürgen Scheffran,
Sebastian Schmidtlein, Ralf Seppelt, Stefan Urbat, Lorena Valdivia, Percy Vogel, Georg Wagener-Lohse, Oliver
1
Wagner, Urban Weber.
Zitationsvorschlag / Suggested citation: Hagedorn, G.; Baasch, S., Blöbaum, A., Brendel, H., Hardt, J.N., Heiland, S. Klins-
mann, M., Matthies, E., Pfennig, A., West, C., Wipfler, B., et al., (2021). Scientists for Future empfiehlt eine repräsentative
Klima-Bürger:innenversammlung im Jahr 2021 / Scientists for Future recommends a representative Climate Citizens’
Assembly in 2021 (Version 1.1, in Deutsch/German & Englisch/English). Diskussionsbeiträge der Scientists for Future, 5,
23 pp. doi:10.5281/zenodo.4417265.
(Version 1.0 was published in 2020 as Diskussionsbeiträge S4F, 4, doi:10.5281/zenodo.4311486 in German only. Version 1.1
is published both in German and English.)
1
Author roles: Hagedorn wrote the first draft, coordinated the development and is corresponding author
(g.m.hagedorn@gmail.com). Baasch, Blöbaum, Brendel, Hardt, Heiland, Klinsmann, Matthies, Pfennig, West and Wipfler (in
alphabetical order) further developed the concept and text and are jointly responsible for the publication. The remaining
authors (in alphabetical order) have contributed concepts, text and important improvements that are incorporated in this
work.
Inhaltsverzeichnis
(Version 1.1, Deutsch) .............................................................................................................................. 3
Einleitung ..................................................................................................................................................... 3
Was wir wissen ........................................................................................................................................... 3
Was wir nur unzureichend wissen .......................................................................................................... 4
Was wir empfehlen .................................................................................................................................... 5
Warum wir – zeitgleich zu Beratungen über einen durch die Politik einzuberufenden
Bürger:innenrat – die Vorbereitung eines zivilgesellschaftlich organisierten „Klima-
Bürger:innenrats“ empfehlen ........................................................................................................... 7
Anforderungen an einen zivilgesellschaftlich organisierten „Klima-Bürger:innenrat“ ................. 8
Bürger:innen und Wissenschaftler:innen .............................................................................................. 8
(Version 1.1, English translation) ......................................................................................................... 10
Introduction ............................................................................................................................................... 10
What we know ......................................................................................................................................... 10
What we insufficiently know ................................................................................................................. 11
What we recommend .............................................................................................................................. 12
Why we recommend the preparation of a “climate citizens’ assembly” organized by civil
society – at the same time as consultations on a citizens’ assembly to be convened by the
politicians ........................................................................................................................................... 14
Requirements for a “Climate Citizens’ Assembly” organized by civil society .............................. 15
Citizens and scientists ............................................................................................................................. 15
Unterschriften / Signatures .................................................................................................................. 17
Quellenverzeichnis / References ........................................................................................................ 18
Diskussionsbeiträge der Scientists for Future 5
2
Scientists for Future empfiehlt eine repräsentative
Klima-Bürger:innenversammlung im Jahr 2021
(Version 1.1, Deutsch)
Dieser Text wurde von Mitgliedern der „Scientists for Future” verfasst und durch Kollegen und Kolleginnen hinsichtlich der
wissenschaftlichen Qualität (insbesondere der Belegbarkeit von Argumenten) ausführlich geprüft.
Scientists for Future (S4F) ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen, die sich
für eine nachhaltige Zukunft engagieren. Scientists for Future bringt als Graswurzelbewegung den aktuellen Stand der
Wissenschaft in wissenschaftlich fundierter und verständlicher Form aktiv in die gesellschaftliche Debatte um Nachhaltigkeit und
Zukunftssicherung ein. Mehr Informationen unter: de.scientists4future.org
Veröffentlicht unter CC BY-SA 4.0
Einleitung
Die Zeit drängt. Ohne schnell wirksame Gegenmaßnahmen werden Erderhitzung und Biodiver-
sitätsverlust Ausmaße annehmen, welche die Lebensweise von Menschen nicht abschätzbaren
Risiken aussetzen. Obwohl die Herausforderungen weiten Teilen der Bevölkerung bewusst
sind, werden dringend nötige Entscheidungen aufgeschoben oder nur teilweise umgesetzt.
Eine Ursache hierfür sind fehlende Foren, in denen sich Bürger:innen mit Expert:innen austau-
schen und gemeinsam mögliche Szenarien und Lösungen erörtern können. Scientists for Future
empfiehlt deshalb, mit geeigneten Formen von Bürger:innenversammlungen eine breite und
demokratisch partizipative Beteiligung an Zukunftsgestaltung und -sicherung zu ermöglichen.
Diese sollten auch unabhängig von einem Auftrag von Regierung oder Parlament initiiert wer-
den. Wir rufen daher zu einem Gründungstreffen auf, um Planung und Durchführung einer
Bürger:innenversammlung zum Thema Klima im Jahr 2021 zu ermöglichen.
Eine sorgfältige Planung ist nötig, damit die Durchführung neutral und offen geschieht. Hierfür
werden einige zentrale Kriterien beschrieben.
Was wir wissen
Als Wissenschaftler:innen kennen wir die bisherigen Wirkungen und künftigen Risiken der
2
menschengemachten Erderhitzung und wissen, dass die verfügbare Zeit zum Handeln knapp
3
und aufgrund von Kippelement im Erdsystem schwer abzuschätzen ist. Wir kennen auch viele
4
Möglichkeiten, diese Risiken zu verringern und damit eine mögliche Katastrophe abzuwenden.
2
IPCC, 2019, McSweeney & Pearce, 2018, Lenton et al., 2019, World Economic Forum, 2020, Hagedorn et al.,
2019, DKK et al., 2020, Trenberth et al., 2014, Hughes et al., 2017, Ostberg et al., 2013, Pretis et al., 2018, Hänsel
et al., 2020, Clark et al., 2016, Mora et al., 2017, Steffen et al., 2018, Hauer et al., 2019 (siehe aber auch Boas et
al., 2019), WHO, 2018, Wabnitz et al., 2020, Whitmore-Williams et al., 2017, Min et al., 2011, Cheng et al., 2020,
Lange et al., 2020, Buth et al., 2015, Watts et al., 2020.
3
Rahmstorf, 2019, Steffen et al., 2018, Lenton et al., 2019, Luderer et al., 2018, Seppelt et al., 2014, Zelinka et al.,
2020, Bjordal et al., 2020.
4
Ram et al., 2019, Wuppertal Institut, 2020, Mehr Demokratie & BürgerBegehren Klimaschutz, 2020,
Schneidewind & Zahrnt, 2013, Bauer & Sterner, 2019, Tong et al., 2019, Shell, 2018, Teske et al., 2019, DNV,
2019, IRENA, 2019a, IRENA, 2019b, IRENA, 2019c, IEA, 2019, Haegel et al., 2019, Knobloch et al., 2020, Muller
et al., 2017, Glanemann et al., 2020, Hänsel et al., 2020.
3
Wir wissen allerdings auch, dass der Umfang und die Umsetzungsgeschwindigkeit der bisher
5
ergriffenen Maßnahmen bei weitem noch nicht ausreicht und dass ein großes Hindernis für
6
weitergehende Maßnahmen die Schwierigkeit ist, Akzeptanz in der Bevölkerung herzustellen.
Was wir nur unzureichend wissen
Derzeit gibt es nur unzureichende Erkenntnisse, welche wirksamen Klimaschutzmaßnahmen
von einer Bevölkerung akzeptiert werden, die sowohl über Risiken als auch über Lösungsmög-
lichkeiten umfassend informiert ist.
Teilaspekte der Frage können durchaus auf der Basis von methodisch gut durchgeführten Mei-
nungsumfragen und Studien beantwortet werden. So ist bekannt, dass weite Teile der Gesell-
7
schaft ein Bewusstsein für die Klima- und Nachhaltigkeitskrise haben und eine grundsätzliche
8
Akzeptanz einschränkender Maßnahmen in der Bevölkerung vorhanden ist . Die Annahme, die
Akzeptanz für staatliche Maßnahmen werde überwiegend vom jeweiligen Eigeninteresse be-
9
stimmt, ist hingegen wissenschaftlich nicht belegt oder wird sogar angezweifelt . Relevante
Einflussfaktoren für Akzeptanz sind hingegen zum Beispiel die Anerkennung der Folgen des
10 11
Klimawandels , das Bild der Einigkeit der Wissenschaft , die Sicherheit, dass es den von Men-
12
schen verursachten Klimawandel gibt , und die wahrgenommene Wirksamkeit und Gerechtig-
13 14
keit der jeweiligen Maßnahmen . Bezüglich der CO2-Bepreisung gibt es Hinweise, dass Miss-
15
trauen hinsichtlich der zweckgebundenen Mittelverwendung ein wichtiger Einflussfaktor ist.
Die Aussagekraft von Meinungsumfragen ist jedoch begrenzt. Die Ergebnisse hängen zum
16
einen stets stark von Fragestellungen und Methodik ab. Zum anderen steht den Teilneh-
mer:innen meist nur wenig Zeit zur Beantwortung zur Verfügung. Und auch im Vorhinein
haben Bürger:innen in ihrem Alltag nur selten ausreichend Zeit und Gelegenheit für vertiefende
Diskussionen, Rückfragen und eine aktive Meinungsbildung.
(Dies geht übrigens Wissenschaftler:innen außerhalb ihrer jeweiligen Spezialisierung genauso
wie anderen Bürger:innen. Es fällt uns allen schwer, uns im nötigen Umfang mit den häufig
komplexen Lösungsmöglichkeiten mit ihren vielfältigen gesellschaftlichen, technischen und
ökonomischen Aspekten auseinanderzusetzen.)
5
Leopoldina, 2019, SRU, 2020a, Harthan et al., 2020, Höhne et al., 2020
6
Giddens, 2009, WBGU, 2011, Wiseman et al., 2013
7
Zu Klima siehe z. B. European Commission (2019); allgemein stimmen zum Beispiel 79 % (BMUB & UBA, 2017)
bzw. 83 % (BMU & UBA, 2019; „voll und ganz“ und „eher“ kombiniert) der Aussage zu „Es beunruhigt mich, wenn
ich daran denke, in welchen Umweltverhältnissen unsere Kinder und Enkelkinder/zukünftige Generationen
wahrscheinlich leben müssen“.
8
zum Beispiel BMU & UBA, 2019, DNR, 2020 und ARD-Umfrage zu Klimapaket, 2019:
https://www.presseportal.de/pm/6694/4397996
9
Kallbekken & Sælen, 2011
10
Dietz et al., 2007
11
Ding et al., 2011
12
Goldberg et al., 2020
13
Huber et al., 2020
14
Mattauch et al., 2020
15
Maestre-Andres et al., 2019
16
Siehe zum Beispiel Choi & Pak (2005).
4
Meinungsumfragen sind wertvoll – sie definieren jedoch nicht die Grenzen der politischen
Handlungsmöglichkeiten. Unvertraute, aber für eine generationengerechte, nachhaltige Um-
gestaltung unserer Gesellschaft möglicherweise notwendige, Maßnahmen finden des Öfteren
17
keine unmittelbare gesellschaftliche Akzeptanz. Politiker:innen und Wirtschaftsentscheider:-
18
innen schließen dann daraus, die Bürger:innen würden solche Maßnahmen grundsätzlich
19
nicht mittragen und sie befürchten des Öfteren „gelbwestenähnliche Proteste“ .
Um zu verhindern, dass weiterhin nur kurzsichtige, unzureichend wirksame und kaum integrier-
te Maßnahmen ergriffen werden, ist es wichtig, den Bürger:innen Raum zu geben, ihre Bedarfe
und Ideen mit in den Prozess einzubringen, sich weiterzubilden, ihre Einsichten auszutauschen
und miteinander zu diskutieren. Damit kann das Wissen über konkrete, häufig aber komplexe
Lösungsmöglichkeiten in der breiten Bevölkerung verbessert werden. Gleichzeitig können alle
Beteiligten wichtige Einsichten über Barrieren bei der Umsetzung von Lösungsmaßnahmen ge-
winnen.
Welche Maßnahmen würden Bürger:innen vorschlagen, wenn sie die Zeit und die Unterstüt-
zung hätten, sich umfassend zu informieren und Vor- und Nachteile abzuwägen? Was wären
sie bereit, mitzutragen? Wo wären sie bereit, selbst zu handeln? Welche Barrieren hindern sie
am Handeln? Welche Investitionen würden sie tätigen, welche Gewohnheiten ändern, um die
Klimakrise abzuwenden und einen zukunftszugewandten Gesellschafts- und Wirtschaftswan-
del zu ermöglichen?
Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet.
Was wir empfehlen
Die Einrichtung repräsentativer und losbasierter Bürger:innenversammlungen ist eine vielver-
sprechende Möglichkeit, die parlamentarische Arbeit stärker mit gesellschaftlichen Wirklich-
keiten und den Werten, Befürchtungen, Hoffnungen und Lebenswelten von Bürger:innen zu
20
verflechten. Solche Versammlungen ermöglichen eine gemeinsame Meinungsbildung, die un-
terschiedlichen Interessen gerecht wird und den Willen weiter Teile der Bevölkerung wider-
spiegelt. Durch die Auswahl der Teilnehmer:innen nach Losverfahren mit anschließender Aus-
21
wahl nach demografischen Kriterien können Bürger:innenversammlungen die Bevölkerungs-
zusammensetzung gut abbilden.
Die Teilnehmer:innen können bei diesen Versammlungen zum Beispiel von unabhängigen Ex-
pert:innen über den aktuellen Stand der Wissenschaft beraten werden und anschließend in
kleinen Gruppen, ohne Einfluss der Expert:innen, diskutieren. Dabei werden sie von professio-
nellen Moderator:innen unterstützt, die für eine faire Debatte zwischen Menschen mit unter-
schiedlichen Hintergründen sorgen. In Gruppen unterschiedlicher Größe erarbeiten sie an-
schließend ihre eigenen Empfehlungen.
17
Dieser Eindruck beruht auf vielfältigen Gesprächen mit Politiker:innen und wird auch in Aussagen von
Politiker*innen in den Medien belegt, wie beispielsweise Ehlerding & Ismart, 2019.
18
Siehe zum Beispiel https://www.welt.de/wirtschaft/article200550670/CO2-Preis-VW-
warnt-vor-Gelbwesten-Effekt.html
19
Zur Gelbwestenbewegung (Mouvement des Gilets jaunes) siehe Gallardo (2020).
20
WBGU, 2011
21
Dienel, 2002; Fishkin, 2018; Dryzek et al., 2019
5
Bürger:innenversammlungen sind keine Beschluss-, sondern Empfehlungsgremien. Sie stärken
den Parlamentarismus, statt ihn zu unterlaufen. Durch ihre besondere Zusammensetzung und
Verfahrensweise ermöglichen sie einen gesamtgesellschaftlichen Austausch und konstruktive
Diskussionen über unterschiedliche Positionen. Ihre Empfehlungen spiegeln daher im Idealfall
einen ausgewogenen Ausgleich unterschiedlicher Interessen, Werte und Meinungen wider.
Es gibt viele Formen von Bürger:innenversammlungen, welche die gesellschaftliche
Zusammensetzung unterschiedlich genau abbilden und in verschieden großen Gruppen und
Prozessen die politische Willensbildung durch den Austausch von Informationen und
22
Argumenten fördern. So beschreibt eine Publikation der OECD zum Beispiel zwölf Modelle
(englische Bezeichnungen: „Citizens' Assembly; Citizens' Jury/Panel; Consensus Conference;
Planning Cell; G1000; Citizens' Council; Citizens' Dialogue; Deliberative Poll/Survey; World Wide
Views; Citizens' Initiative Review; the Ostbelgien Model; and the City Observatory“). In Deutschland
23
sind insbesondere im kommunalen Bereich Modelle wie Zukunftswerkstätten ,
24
Planungswerkstätten, Planungszellen oder Bürgerforen bekannt. All diese Modelle werden
häufig unter dem 1980 von Jean Michel Bessette geprägten Begriff „deliberative Demokratie“
25
eingeordnet.
Solche Verfahren können der gesellschaftlichen Polarisierung und den gegenwärtigen Krisen
der repräsentativen Demokratie, wie zum Beispiel geringem Vertrauen in Institutionen oder
26
wachsendem Populismus, entgegenwirken . Sie können emotionsgeladene gesellschaftliche
Kontroversen aufnehmen und unter Einbeziehung des aktuellen Stands der Wissenschaft zu
einem neuen Konsens beitragen.
Gerade angesichts der individuellen alltäglichen Überforderungen durch die COVID-19-Pan-
demie sind solche Formate besonders erstrebenswert und wichtig. Die massiven sozialen, wirt-
schaftlichen und politischen Einschnitte der COVID-19-Pandemie müssen durch eine Debatte
um die großen Veränderungen und Zukunftsthemen begleitet werden.
In den letzten Jahren werden Bürger:innenversammlungen zunehmend auch auf nationaler
27 28 29
Ebene eingesetzt, so zum Beispiel in Irland , Frankreich , Ostbelgien und im Vereinigten
30
Königreich . Auch in Deutschland gab es 2019 bereits den ersten bundesweit durchgeführten
31
„Bürgerrat Demokratie“ . Inhaltlich ist die Klimaproblematik bei diesen nationalen Bürger:in-
nenversammlungen auffällig stark vertreten (etwa in Irland, Frankreich, dem Vereinigten Kö-
32
nigreich, Schottland, Dänemark und geplant in Spanien) .
22
OECD, 2020
23
Jungk & Müllert 1991
24
Dienel, 2002
25
Besette 1980
26
Dryzek et al., 2019
27
„Citizens' Assembly“ von 2016, siehe Farrell et al. (2019)
28
Pech, 2020
29
Bürgerdialog Ostbelgien, 2020
30
Siehe zum Beispiel Wise (2020)
31
Geißel et al., 2019
32
O´Grady, 2019, Dryzek & Niemeyer, 2019
6
33 34
In Deutschland werden zunehmend die Bezeichnungen „Bürger:innenrat“ bzw. „Bürgerrat“
für geloste Bürger:innenversammlungen mit meist über 100 Teilnehmenden gängig. Im Folgen-
den verwenden wir daher diese Bezeichnung.
(Zum Thema siehe auch Jacobsen (2021) in Zeit Online).
Warum wir – zeitgleich zu Beratungen über einen durch die
Politik einzuberufenden Bürger:innenrat – die Vorbereitung
eines zivilgesellschaftlich organisierten „Klima-
Bürger:innenrats“ empfehlen
Für das Jahr 2021 hat sich der Ältestenrat des deutschen Bundestages auf das Thema
35
„Deutschlands Rolle in der Welt“ für einen Bürger:innenrat verständigt. Für das Thema Klima
konnte bisher hingegen keine Unterstützung im deutschen Bundestag gefunden werden – ob-
wohl zum Beispiel die Klimakrise von den Wähler:innen als besonders bedrohlich empfunden
36 37
wird und kürzlich Klimaschutz als wichtigstes EU-Thema benannt wurde
Der gesellschaftliche Druck auf den Bundestag zur Beauftragung einer solchen Versammlung
38
hat jedoch zugenommen. In einem offenen Brief an den Umweltausschuss des Bundestages
fordern über 180 Organisationen (Stand Dezember 2020) einen „Bürger:innenrat schnellst-
möglich für unsere dringendsten und größten gesellschaftlichen Herausforderungen einzuset-
zen: die Eindämmung der Klimakatastrophe und des ökologischen Kollaps.“ Parallel läuft bis
zum 17. Dezember 2020 eine von der Initiative „Klima-Mitbestimmung JETZT” initiierte Bun-
39
destags-Petition zur „Einberufung von einem bundesweiten Bürgerrat zur Klimapolitik“. Es
wäre sehr zu begrüßen, wenn ein vom Bundestag beauftragter Bürger:innenrat noch im Jahr
2021 zustande käme.
Allerdings drängt die Zeit. Damit eine künftige Regierung bereits in der kommenden Legisla-
turperiode auf grundlegende Empfehlungen der Bürger:innen zurückgreifen kann, müsste ein
Bürger:innenrat seine Arbeit möglichst noch vor den Koalitionsverhandlungen zur Regierungs-
bildung 2021 abgeschlossen haben. Gleichzeitig werden für die Vorbereitung eines qualitativ
abgesicherten Bürger:innenrats mehrere Monate benötigt.
Für den Fall, dass es in 2021 zu keiner Beauftragung durch das Parlament oder die
Bundesregierung kommt, empfehlen wir – zeitgleich zu weiteren Gesprächen mit Bundestag
und Regierung – einen Klima-Bürger:innenrat aus der Zivilgesellschaft heraus zu initiieren. Die
Vorbereitungen hierzu müssen jetzt beginnen, bevor die Entscheidung, ob es einen von
Parlament oder Regierung beauftragten Bürger:innenrat gibt, getroffen wird. Hierzu rufen wir
33
zum Beispiel Klimaneustart Berlin, 2020
34
zum Beispiel Geißel et al., 2019, Scheub, 2019
35
https://www.mehr-demokratie.de/presse/einzelansicht-pms/buergerrat-zu-deutschlands-
rolle-in-der-welt-findet-komplett-online-statt/
36
BMU & UBA, 2019
37
Suhr, 2020. Auch im Agendasetting-Prozess des geplanten Bürgerrates „Deutschlands Rolle in der Welt“ wurde
das Handlungsfeld „Energie, Klima, Umwelt“ am höchsten gewichtet (= 28 Punkte,
38
https://klima-rat.org/
39
https://petition.klima-mitbestimmung.jetzt
7
als Scientists for Future die Wirtschafts-, Industrie- und Sozialverbände, Gewerkschaften,
Arbeitgeberverbände, religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften, Stiftungen,
Bewegungen und Nicht-Regierungsorganisationen zu einem Gründungstreffen auf.
Um sich die Option offen zu halten, noch in der ersten Hälfte des Jahres 2021 einen zivilge-
sellschaftlichen „Klima-Bürger:innenrat“ zu initiieren, sollte dieses Gründungstreffen noch
2020 stattfinden.
Anforderungen an einen zivilgesellschaftlich organisierten
„Klima-Bürger:innenrat“
Einem „Klima-Bürger:innenrat“ sollte als Rahmen „Deutschlands Beitrag zur Einhaltung des
Pariser Klimaschutzabkommens“ vorgegeben werden. Bezüglich der dafür zu treffenden Maß-
nahmen sollte die Versammlung hingegen völlig ergebnisoffen sein.
Hierzu sollten alle im Bundestag vertretenen Parteien aufgerufen werden, einen „Klima-Bür-
ger:innenrat“ mit einem politischen Mandat auszustatten. Ein solches Mandat könnte zum Bei-
spiel darin bestehen, dass die Parteien sich verpflichten, die Ergebnisse der Versammlung für
die eigene politische Arbeit sorgfältig und in öffentlicher Debatte zu prüfen und gegebenenfalls
im Detail zu begründen, warum sie Ergebnisse nicht berücksichtigen wollen oder können.
Wir empfehlen, dass die Initiator:innen die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen
für einen zivilgesellschaftlich organisierten „Klima-Bürger:innenrat“ schaffen, ihn jedoch nicht
selbst durchführen. Es ist methodisch zwingend erforderlich, dass die Durchführung von unab-
hängigen, in Bürger:innenbeteiligung erfahrenen Instituten mit hohem Qualitätsstandard orga-
nisiert wird. Planung und Festlegung von Themen müssen von einem gesellschaftlich breit auf-
gestellten Beirat getragen werden. Die inhaltlichen Fragen sollten von einem unabhängigen
wissenschaftlichen Kuratorium anerkannter Natur-, Ingenieurs-, Geistes-, Sozial- und Wirt-
schaftswissenschaftler:innen verantwortet werden. Dieses soll die fachliche Vielfalt und Breite
der wissenschaftlichen Positionen abbilden. Hierzu können Wissenschaftler:innen, deren Pub-
likationen strengen wissenschaftlichen Maßstäben genügen, von allen politischen Parteien,
Wirtschafts-, Industrie- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, religi-
ösen und weltanschaulichen Gemeinschaften, Stiftungen, Bewegungen und Nicht-Regierungs-
organisationen vorgeschlagen werden. Besonders bedeutsam ist hier auch die Gestaltung der
40
Verfahren im Hinblick auf prozedurale Gerechtigkeit. Auch der europäische und internatio-
nale Austausch mit ähnlichen Einrichtungen wird stark empfohlen.
Bürger:innen und Wissenschaftler:innen
Für tragfähige Lösungsstrategien zur Bewältigung der Klimakrise benötigen wir politische Aus-
handlungsprozesse durch eine gut informierte Gesellschaft. Im Rahmen dieser Aushandlung
muss über vielfältige Gerechtigkeits- und Verteilungsfragen entschieden werden. Hierzu zählt
nicht zuletzt die Aushandlung der Interessen jüngerer und älterer Menschen. Wie in der ersten
41
Stellungnahme von Scientists for Future beschrieben: „Ohne tiefgreifenden und konsequen-
40
Baasch & Blöbaum, 2017, Baasch, 2020
41
Hagedorn et al., 2019
8
ten Wandel ist [die] Zukunft [der jungen Menschen] in Gefahr.“ Sich der unterschiedlichen Be-
troffenheiten und Interessen bewusst zu werden, ohne sich als Gegner zu begreifen könnte ein
wesentlicher Teil des Prozesses im „Klima-Bürger:innenrat“ sein.
Gleichzeitig hat Wissenschaft nur begrenzte Einsichten in die Lebenswirklichkeiten der Bür-
ger:innen, ihre Werte, Hoffnungen und Befürchtungen sowie die sich daraus ergebenden indi-
viduellen Abwägungen. Es geht nicht darum, Bürger:innen von vorgegebenen Lösungen zu
überzeugen, sondern darum, sie zu beraten und ihnen Wissen zugänglich zu machen, damit sie
eigene Entscheidungen treffen und gemeinsam Zukunft im Dialog gestalten können. Die Inter-
essen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen müssen hierzu mit verschiedenen Hand-
lungsoptionen und ihren Konsequenzen abgeglichen werden.
Um in diesem Abstimmungsprozess das vorhandene Wissen bestmöglich zu berücksichtigen,
müssen Bürger:innen und Wissenschaftler:innen in einen vertrauensvollen Dialog treten. Da-
bei sollten Wissenschaftler:innen sorgfältig auf die Bürger:innen und ihre – nicht nur physi-
schen – Bedürfnisse und Prioritäten hören. Hierdurch werden keine wissenschaftlichen Er-
kenntnisse verändert, wohl aber Forschungsschwerpunkte verschoben, neue Handlungsoptio-
nen entdeckt und vorhandene Optionen durch Berücksichtigung vernachlässigter Aspekte an-
42
ders bewertet. Und Bürger:innen sollten der Einschätzung von Wissenschaftler:innen zu
Wirksamkeit, Machbarkeit, positiven und negativen Konsequenzen von Lösungen Gehör
schenken. Niemandem ist gedient, wenn wir weiterhin unzureichende Maßnahmen mit ledig-
lich erträumter Wirksamkeit ergreifen.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung schrieb im Dezember 2020:
„Wenn der demokratische Rechtsstaat die besorgniserregenden Umweltveränderungen in der
politischen Auseinandersetzung häufig verdrängt und kurzfristigeren Erwägungen unterord-
net, betreibt er das Gegenteil einer verantwortlichen, dem Gemeinwohl verpflichteten und zu-
43
kunftssichernden Politik.“
Es ist von zentraler Bedeutung, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen, zusammen mit
Wissenschaftler:innen, Handlungsoptionen entwickeln. Sie können dabei sowohl die unter-
schiedlichen Bedürfnisse und Interessen in der Gesellschaft als auch das Wissen über die Kon-
sequenzen von Handlungsoptionen berücksichtigen. Ein Klima-Bürger:innenrat trägt grundle-
gend dazu bei, dass durch solch einen vertrauensvollen Prozess eine über die Tagespolitik
hinausreichende, langfristige Lösungsstrategie zur Bewältigung der Klimakrise gefunden wird.
© Autor:innen der Scientist for Future, CC BY-SA 4.0
42
Edenhofer & Kowarsch (2015) schreiben z. B., dass neue Methoden zur wissenschaftlichen Bewertungen von
Umweltpolitik, welche gesellschaftliche Nebenwirkungen iterativ einbeziehen, „zur Entwicklung deliberativer
Demokratie und zur Wiederherstellung des Vertrauens in wissenschaftliche Bewertungen beitragen können“.
43
SRU, 2020b
9
Scientists for Future recommends a representative
Climate Citizens’ Assembly in 2021
(Version 1.1, English translation)
This text was written by members of Scientists for Future and extensively reviewed by scientific colleagues for scientific quality
(especially the provability of arguments).
Scientists for Future (S4F) is a non-partisan and non-institutional association of scientists who are committed to a sustainable
future. As a grassroots movement, Scientists for Future actively contributes the current state of science in a scientifically sound
and comprehensible form to the social debate on sustainability and securing the future. More information at:
de.scientists4future.org
Published under CC BY-SA 4.0
Introduction
Time is pressing. Without quick and effective countermeasures, global warming and loss of
biodiversity will assume proportions that expose people’s way of life to incalculable risks.
Although large parts of the population are aware of the challenges, urgently needed decisions
are postponed or only partially implemented.
One reason for this is the lack of forums where citizens can discuss possible scenarios and
solutions with experts. Therefore, Scientists for Future recommends enabling a broad and
democratic participatory involvement in shaping and securing the future by appropriate forms
of citizens’ assemblies. These should also be initiated independently of a mandate from
government or parliament. We therefore call for a founding meeting to enable the planning
and implementation of a citizens’ assembly on the topic of climate in 2021.
A careful planning is necessary, so that the execution happens neutrally and openly. For this
purpose, some central criteria are described.
What we know
44
As scientists, we know the past effects and future risks of human-induced global warming,
and we know that the time available to act is short and difficult to estimate due to tipping
45
elements in the Earth system. We also know many ways to reduce these risks and thus avert
46
potential catastrophe. However, we also know that the scope and speed of implementation
44
IPCC, 2019, McSweeney & Pearce, 2018, Lenton et al., 2019, World Economic Forum, 2020, Hagedorn et al., 2019,
DKK et al., 2020, Trenberth et al., 2014, Hughes et al., 2017, Ostberg et al., 2013, Pretis et al., 2018, Hänsel et al., 2020,
Clark et al., 2016, Mora et al., 2017, Steffen et al., 2018, Hauer et al., 2019 (but see also Boas et al., 2019), WHO, 2018,
Wabnitz et al., 2020, Whitmore-Williams et al., 2017, Min et al., 2011, Cheng et al., 2020, Lange et al., 2020, Buth et al.,
2015, Watts et al., 2020.
45
Rahmstorf, 2019, Steffen et al., 2018, Lenton et al., 2019, Luderer et al., 2018, Seppelt et al., 2014, Zelinka et al., 2020,
Bjordal et al., 2020.
46
Ram et al., 2019, Wuppertal Institut, 2020, Mehr Demokratie & BürgerBegehren Klimaschutz, 2020, Schneidewind &
Zahrnt, 2013, Bauer & Sterner, 2019, Tong et al., 2019, Shell, 2018, Teske et al., 2019, DNV, 2019, IRENA, 2019a,
IRENA, 2019b, IRENA, 2019c, IEA, 2019, Haegel et al., 2019, Knobloch et al., 2020, Muller et al., 2017, Glanemann et al.,
2020, Hänsel et al., 2020.
10
47
of the measures taken so far are far from sufficient and that a major obstacle to further
48
measures is the difficulty of gaining acceptance among the population.
What we insufficiently know
At present, there is insufficient knowledge, which effective climate protection measures might
be accepted by a population that is fully informed about both risks and possible solutions.
Partial aspects of the question can be answered based on methodically well-conducted opinion
polls and studies. It is known that large sections of society are aware of the climate and
49
sustainability crisis and that there is a fundamental acceptance of restrictive measures among
50
the population. The assumption that the acceptance of governmental measures is
predominantly determined by the respective self-interest, on the other hand, has not been
51
scientifically proven or is even doubted. Relevant factors influencing acceptance, on the
52
other hand, are, for example, the recognition of the consequences of climate change, the
53 54
image of unity in science, the certainty that man-made climate change exists, and the
55
perceived effectiveness and fairness of the respective measures. With regard to CO2
56
pricing, there is evidence that mistrust regarding the earmarked use of funds is an important
57
influencing factor.
Opinion polls are of only limited help in clarifying this question. On the one hand, the results
58
of the surveys always depend heavily on the questions asked and the methodology used. In
addition, the time available to the participants for answering the questions is usually limited.
Finally, citizens rarely have sufficient time and opportunity in their everyday lives for in-depth
discussions, questions and active opinion forming.
(This is just as true for scientists outside their respective specializations as it is for other
citizens: It is difficult for all of us to deal to the necessary extent with the often-complex
possible solutions with their many social, technical and economic aspects.)
Opinion polls are valuable, but they do not define the limits of political actions. Measures that
are unfamiliar but may be necessary for a sustainable transformation of our society in line with
47
Leopoldina, 2019, SRU, 2020a, Harthan et al., 2020, Höhne et al., 2020
48
Giddens, 2009, WBGU, 2011, Wiseman et al., 2013
49
With respect to climate see, e. g., European Commission (2019); in general 79 % (BMUB & UBA, 2017) and 83 % (BMU
& UBA, 2019; „voll und ganz“ und „eher“ combined) agree with the following statement „Es beunruhigt mich, wenn ich
daran denke, in welchen Umweltverhältnissen unsere Kinder und Enkelkinder/zukünftige Generationen wahrscheinlich
leben müssen“.
50
See, for example, BMU & UBA, 2019, DNR, 2020 and ARD-Umfrage zu Klimapaket, 2019:
https://www.presseportal.de/pm/6694/4397996
51
Kallbekken & Sælen, 2011
52
Dietz et al., 2007
53
Ding et al., 2011
54
Goldberg et al., 2020
55
Huber et al., 2020
56
Mattauch et al., 2020
57
Maestre-Andres et al., 2019
58
See, e.g., Choi & Pak (2005).
11
59
the needs of the next generation are often not immediately accepted by society. Politicians
60
and economic decision-makers then conclude that citizens will not support such measures in
61
principle, and they often fear “yellow vest-like” protests .
In order to preclude further measures that are shortsighted, insufficiently effective and hardly
integrated, it is important to give citizens space to bring their needs and ideas into the process,
to educate themselves, to share their insights and to discuss them with each other. In this way,
knowledge of concrete, but often complex, possible solutions can be increased among the
population at large. At the same time, all those involved can gain important insights into the
barriers to implementing solutions.
What measures would citizens propose if they had the time and support to inform themselves
comprehensively and weigh up the pros and cons? What would they be prepared to support?
Where would they be willing to act themselves? What barriers prevent them from acting?
Which investments would they make? Which habits would they change, in order to avert the
climate crisis and enable a future-oriented change in society and the economy?
These questions are still unanswered.
What we recommend
The establishment of representative and loose-based citizens’ assemblies is a promising way of
linking parliamentary work more closely with social realities and values, concerns, hopes, and
62
lifestyles of citizens. Such assemblies enable a common opinion to be formed that does justice
to different interests and reflects the will of large sections of the population. By selecting
63
participants by lot, followed by selection according to demographic criteria, citizens’
assemblies can reflect the composition of the population well.
At these meetings, for example, participants can be advised by independent experts on the
current state of science and then discuss it in small groups without the influence of the experts.
They are supported by professional moderators, who ensure a fair debate between people with
different backgrounds. They then work out their own recommendations in groups of various
sizes.
Citizens’ assemblies are not decision-making bodies, but recommendation bodies. They
strengthen parliamentarism instead of undermining it. Through their special composition and
procedures, they enable an exchange of views across society and constructive discussions
about different positions. Ideally, their recommendations therefore reflect a balance of
different interests, values and opinions.
There are many forms of citizens’ assemblies, which reflect the composition of society with
varying degrees of accuracy and promote political decision-making through the exchange of
59
This impression is based on many discussions with politicians; it can also be found in statements by politicians made in
the media, see, e.g., Ehlerding & Ismart, 2019.
60
See, e.g., https://www.welt.de/wirtschaft/article200550670/CO2-Preis-VW-warnt-vor-Gelbwesten-Effekt.html
61
On the “yellow-vest-movement” (Mouvement des Gilets jaunes) see Gallardo (2020).
62
WBGU, 2011
63
Dienel, 2002; Fishkin, 2018; Dryzek et al., 2019
12
64
information and arguments in groups and processes of different sizes. An OECD publication,
for example, describes twelve models (designations: “Citizens’ Assembly; Citizens’ Jury/Panel;
Consensus Conference; Planning Cell; G1000; Citizens’ Council; Citizens’ Dialogue;
Deliberative Poll/Survey; World Wide Views; Citizens’ Initiative Review; the East Belgium
Model; and the City Observatory”). In Germany, models such as Zukunftswerkstätten (“future
65 66
workshops”) , planning workshops, “Planungszellen” or citizens’ forums are well known,
especially in the municipal sector. All these models are often classified under the term
67
“deliberative democracy,” coined by Jean Michel Bessette in 1980.
Such processes can counteract social polarization and the current crises of representative
68
democracy, such as low trust in institutions or growing populism. They can take up
emotionally charged social controversies and contribute to a new consensus by incorporating
the current state of science.
Such formats are particularly desirable and important in view of the individual daily excessive
demands of the COVID 19 pan-democracy. The massive social, economic, and political changes
brought about by the COVID 19 pandemic must be accompanied by a debate about the major
changes and issues of the future.
In recent years, citizens’ assemblies have increasingly been employed at a national level, for
69 70 71 72
example in Ireland , France , eastern Belgium and the United Kingdom . In Germany, too,
73
the first nationwide “Citizens’ Democracy Assembly” (“Bürgerrat Demokratie”) was held in
2019. In terms of content, the climate issue is conspicuously strongly represented in these
national citizens’ assemblies (for example in Ireland, France, United Kingdom, Scotland,
74
Denmark and planned in Spain).
75
In Germany, the terms “Bürger:innenrat” (gender-neutral form of citizens’ council/assembly)
76
or “Bürgerrat” (male form of citizens’ council/assembly) are becoming increasingly common
for closed citizens’ assemblies with usually more than 100 participants. In the following, we will
therefore use this term.
(On this topic, see also Jacobsen (2021) in Zeit Online).
64
OECD, 2020
65
Jungk & Müllert 1991
66
Dienel, 2002
67
Besette 1980
68
Dryzek et al., 2019
69
„Citizens' Assembly“ of 2016, see Farrell et al. (2019)
70
Pech, 2020
71
Bürgerdialog Ostbelgien, 2020
72
See, e.g., Wise (2020)
73
Geißel et al., 2019
74
O´Grady, 2019, Dryzek & Niemeyer, 2019
75
See, e.g., Klimaneustart Berlin, 2020
76
See, e.g., Geißel et al., 2019, Scheub, 2019
13
Why we recommend the preparation of a “climate citizens’
assembly” organized by civil society – at the same time as
consultations on a citizens’ assembly to be convened by the
politicians
For 2021, the Council of Elders of the German Bundestag (lower house of parliament) has
77
agreed on the topic of “Germany’s role in the world” for a citizens’ assembly. So far, however,
no support has been found in the German Bundestag for a discussion of climate issues – even
78
though, for example, voters see the climate crisis as a particularly threatening problem and
79
climate protection was recently named the number one EU topic.
However, social pressure on the Bundestag to commission such an assembly has increased. In
80
an open letter to the Bundestag’s Environment Committee, more than 180 organizations (as
of December 2020) are calling for a citizens’ assembly to be set up as soon as possible to
address our most urgent and greatest societal challenges: stemming the climate catastrophe
and ecological collapse” (translated from German). In parallel, a Bundestag petition initiated by
“Klima-Mitbestimmung-JETZT” to “convene a nationwide citizens’ assembly on climate policy”
81
(translated from German) runs until December 17, 2020. It would be very welcome if a
citizens’ assembly commissioned by the Bundestag were to come into being before the end of
2021.
However, time is pressing. In order for a future government to be able to draw on fundamental
recommendations from citizens in the coming legislative period, a citizens’ assembly would
have to complete its work before the coalition negotiations for the formation of a government
in 2021. At the same time, several months are required to prepare a qualitatively secure
citizens’ assembly.
In the event that the parliament or the federal government does not commission a citizen
assembly in 2021, we recommend initiating a climate citizens’ assembly from within civil
society – at the same time as further talks with the Bundestag and the government.
Preparations for this must begin now, before the decision is made whether there will be a
citizens’ assembly mandated by parliament or government. To this end, we, as Scientists for
Future, call upon business, industrial and social associations, trade unions, employers'
organizations, religious and ideological communities, foundations, movements and non-
governmental organizations to hold a founding meeting.
In order to keep the option open to initiate a civil society “Climate Citizens’ Assembly” in the
first half of 2021, this founding meeting should still take place in 2020.
77
https://www.mehr-demokratie.de/presse/einzelansicht-pms/buergerrat-zu-deutschlands-
rolle-in-der-welt-findet-komplett-online-statt/
78
BMU & UBA, 2019
79
Suhr, 2020. Also, in the Agenda-setting-Process for the upcoming Bürgerrates „Deutschlands Rolle in der Welt“, the
action field “Energy, Climate, Environment” received the most votes (= 28 points,
80
https://klima-rat.org/
81
https://petition.klima-mitbestimmung.jetzt
14
Requirements for a “Climate Citizens’ Assembly” organized by
civil society
The framework for a “Climate Citizens’ Assembly” should be “Germany’s contribution to
compliance with the Paris Climate Agreement”. With regard to the measures for this purpose,
however, the assembly should be completely open-ended.
To this end, all parties represented in the Bundestag should be called upon to provide a
“Climate Citizens’ Assembly” with a political mandate. Such a mandate could consist, for
example, of a commitment by the parties to examine carefully the results of the assembly for
their own political work in public debate and, if necessary, to explain in detail why they do not
want to or cannot consider the results.
We recommend that the initiators create the financial and organizational conditions for a
“Climate Citizens’ Assembly”, organized by civil society. They should not organize the assembly
themselves. It is methodologically imperative that independent institutes with high quality
standards and experience in citizen participation implement the process. The planning and
definition of topics must be supported by an advisory board with a broad social base. The
content-related questions should be the responsibility of an independent scientific board of
trustees of recognized natural, engineering, humanities, social and economic scientists. This
board should reflect the diversity and breadth of scientific positions. Scientists whose
publications meet strict scientific standards can be nominated by all political parties, industrial
and social associations, trade unions, employers' organizations, religious and ideological
communities, foundations, movements and non-governmental organizations. Of particular
82
importance is the design of the procedures with regard to procedural fairness. European and
international exchange with similar institutions is also strongly recommended.
Citizens and scientists
For viable solution strategies to tackle the climate crisis, we need political negotiation
processes by a well-informed society. Within the framework of these negotiations, decisions
must be made on a wide range of questions of justice and distribution. This includes, not least,
the negotiation of the interests of younger and older people. As described in the first Scientists
83
for Future statement , “Without profound and consequential change, [the] future [of young
people] is at risk.” Awareness of different concerns and interests, without seeing oneself as an
adversary could be an essential part of the process in the “Climate Citizens Assembly”.
At the same time, science has only limited insights into the realities of citizens’ lives, their
values, hopes, and concerns, and the resulting individual trade-offs. It is not about convincing
citizens of predetermined solutions, but about advising them and making knowledge accessible
to them so that they can make their own decisions and shape the future together in dialogue.
To this end, the interests of different social groups must be reconciled with various options for
action and their consequences.
82
Baasch & Blöbaum, 2017, Baasch, 2020
83
Hagedorn et al., 2019
15
In order to consider the available knowledge in the best possible way in this coordination
process, citizens and scientists must enter into a trusting dialogue. Scientists should listen
carefully to citizens and their – not only physical – needs and priorities. This will not change
scientific knowledge, but will shift research focus, discover new options for action, and re-
84
evaluate existing options by considering neglected aspects. In addition, citizens should listen
to scientists’ assessments of the effectiveness, feasibility, positive and negative consequences
of solutions. No one is served if we continue to adopt inadequate measures with only dreamed-
up effectiveness.
In December 2020, the German government's Council of Experts on the Environment (SRU)
wrote "If the democratic constitutional state frequently suppresses the worrying
environmental changes in the political debate and subordinates them to more short-term
considerations, it is pursuing the opposite of a responsible policy that is committed to the
85
common good and safeguards the future."
It is essential that different groups in society, together with scientists, develop options for
action. In doing so, they can take into account the different needs and interests in society as
well as the knowledge about the consequences of options for action. A „Climate Citizens’
Assembly” contributes fundamentally that, through such a trusting process, a long-term
solution strategy for overcoming the climate crisis is found that goes beyond day-to-day
politics.
© Authors of Scientist for Future, CC BY-SA 4.0
84
Edenhofer & Kowarsch (2015) state that new methods for the scientific assessment of environmental policies, which
iteratively include societal side effects, may “contribute to the development of a deliberative democracy and to the reestab-
lishment of trust in scientific assessments“.
85
SRU, 2020b
16
Unterschriften / Signatures
(GERMAN:) Bei diesen Unterschriften handelt es sich nicht um eine breite Unterschriftensammlung aller Scientists for
Future, sondern um ausgewählte Bestätigungen dieser Empfehlung aus Beirat, Fach- und Regionalgruppen.
(ENGLISH:) These signatures are not a broad collection of signatures from all Scientists for Future, but selected
endorsements of this recommendation from the advisory board, technical groups, and regional groups.
Prof. Dr. h. c. Jutta Allmendinger Dr. Maria Hörhold Prof. Dr. Hermann Ott
Ramon Arndt Leonard Hülsmann M. Sc. Franziska Pausch
M. Sc. Paula Aschenbrenner Prof. Dr. Jonathan Jeschke Prof. Dr. Stefan Rahmstorf
Prof. Dr. Dirk Baecker Apl. Prof. Dr. Ulrike Jordan Dr. Martin Ruff
Thorben Beckert Dr. Gerald Jurasinski Fritz Santjer
Alexander Basse Dr. Stephan Juricke Dr. Janin Schaffer
Sebastian Bauer Prof. Dr. Florian Kapmeier Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer
Prof. Dr. Jelle Bijma Prof. Dr. Marian Kazda Prof. Dr. Jürgen Scheffran
Dieter Braun Martin Keller Michael Schimp
Prof. Dr. Raimund Brotsack Prof. Dr. Claudia Kemfert Prof. Dr. Christoph Schneider
Dipl.-Ing. Claudia Burau Dr. Peter Klafka Dr. Michael Schön
Dr. Michael Czisch Prof. Dr. Silja Klepp Christoph Schönherr
Dr. J. Daniel Dahm Prof. Dr. Andreas Knie Dr. Ing. Heide Schuster
Norbert Dichter Dr. Lars Knutzen Dr. Cecilia Scorza
Dr. Katharina Dietrich Dr. Arnulf Köhncke M. Sc. Miriam Seifert
Prof. Dr. Udo Dietrich Thomas Korbun Dr. Thomas Seifert
Dr. rer. nat. Hartmut Ehmler Susanne Kraft Prof. Dr. Victor Smetacek
Prof. Dr. Felix Ekardt Prof. Dr. Harald Krause Dr. Gudrun Spahn-Skrotzki
Dr. Terenzio Facchinetti Dr. Stefan Kruijer Prof. Uli Spindler
Prof. Dr. Gisbert Fanselow Prof. Dr. Michael Kühl Dr. Bernhard Steinberger
Prof. Dr. Joachim Fensterle PD Dr. Susanne Kühl Ina Stevens
Prof. Dr. Manfred Fischedick Dr. Rainer Land Prof. Dr. Katharina Theis-Bröhl
Dr. Maria Gaudig David Langer Prof. Dr. Katja Tielbörger
Dr. Helmut Gaus Prof. Dr. Reinhold Leinfelder Josephine Tröger
M. Sc. Jonas Geisler Prof. Dr. Harald Lesch Dr. D. h. c. Manuela Troschke
Dr. Christoph Gerhards Prof. Dr. Clemens Leonhard Prof. Mario Tvrtković
Prof. Dr. Rainer Grießhammer M.Sc. Yangyang Liu Dr. Georg Sebastian Völker
Dr. Hannes Grobe Dr. Matthias Lohr Dr. Patrick Vrancken
Prof. Dr. Axel Groß Dr. Wolfgang Lührsen Prof. Eicke R. Weber
Gabriele Harrer-Puchner Christian Masurenko Dr. Ewald Weber
Dr. Nicole Hartmann Dr. Carola Meyer Prof. Dr. Ernst Ulrich von
Dr. Angela Helbling Dr. Mareen Möller Weizsäcker
Prof. Dr. Peter Hennicke Raphael Moser Dr. Alok Daniel Weßel
Prof. Dr. Frank Hergert Prof. Dr. Stefan Müller Dr. Matthias Wietz
Dr. Laura Herzog Dr. Constantin von Nicolai Dr. Diana Zeller
Prof. Dr. Christian von Dr. Samuel Nietzer
Hirschhausen Franz Ossing
17
Quellenverzeichnis / References
(ʘ = Open Access, 🔒 = Closed Access) Boas, I., Farbotko, C., Adams, H., Sterly, H., Bush, S.,
van der Geest, K., Wiegel, H., Ashraf, H., Baldwin,
Baasch, S. (2020). An interdisciplinary perspective
A., Bettini, G., Blondin, S., de Bruijn, M., Durand-
on environmental justice: Integrating subjective
Delacre, D., Fröhlich, C., Gioli, G., Guaita, L., Hut,
beliefs and perceptions. DIE ERDE, 151(2–3), 77–
E., Jarawura, F. X., Lamers, M., … Hulme, M.
89. doi:10.12854/erde-2020-516 ʘ
(2019). Climate migration myths. Nature Climate
Baasch, S., & Blöbaum, A. (2017). Umweltbezogene
Change, 9(12), 901–903.
Partizipation als gesellschaftliche und methodi-
doi:10.1038/s41558-019-0633-3 🔒
sche Herausforderung. Umweltpsychologie, 21(2),
Bürgerdialog Ostbelgien. (2020). Bürgerdialog in Ost-
11–33. 🔒
belgien (Homepage).
Bauer, F., & Sterner, M. (2019). Power‐to‐X im Kon-
https://www.buergerdialog.be ʘ
text der Energiewende und des Klimaschutzes in
Buth, M., Kahlenborn, W., Savelsberg, J., Becker, N.,
Deutschland. Chemie Ingenieur Technik, 92(1–2),
Bubeck, P., Kabisch, S., Kind, C., Tempel, A., Tucci,
85–90. doi:10.1002/cite.201900167 ʘ
F., Greiving, S., Fleischhauer, M., Lindner, C.,
Bessette, J. M. (1980). Deliberative Democracy: The
Lückenkötter, J., & et al. (2015). Vulnerabilität
majority principle in republican government. In
Deutschlands gegenüber dem Klimawandel. UBA Cli-
R. A. Goldwin & W. A. Schambra (Eds.), How demo-
mate Change 24/2015. Umweltbundesamt.
cratic is the Constitution? (pp. 102–116). American
https://www.umweltbundesamt.de/site
Enterprise Institute for Public Policy Research. 🔒
s/default/files/medien/378/publikation
Bjordal, J., Storelvmo, T., Alterskjær, K., & Carlsen, T.
(2020). Equilibrium climate sensitivity above 5 °C en/climate_change_24_2015_vulnerabili
plausible due to state-dependent cloud feedback. taet_deutschlands_gegenueber_dem_kli
Nature Geoscience, 13, 718–721.
mawandel_1.pdf ʘ
doi:10.1038/s41561-020-00649-1 🔒
Cheng, L., Trenberth, K. E., Gruber, N., Abraham, J.
BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
P., Fasullo, J. T., Li, G., Mann, M. E., Zhao, X., &
und nukleare Sicherheit) & UBA (Umweltbundes-
Zhu, J. (2020). Improved estimates of changes in
amt). (2019). Umweltbewusstsein und Umweltver-
upper ocean salinity and the hydrological cycle.
halten in Deutschland 2018. Ergebnisse einer reprä-
Journal of Climate, 33(23), 10357–10381.
sentativen Bevölkerungsumfrage. Umweltbundes-
doi:10.1175/JCLI-D-20-0366.1 ʘ
amt.
Choi, B. C. K., & Pak, A. W. P. (2005). A catalog of
https://www.umweltbundesamt.de/site
biases in questionnaires. Preventing Chronic Dis-
s/default/files/medien/1410/publikatio ease, 2(1), 13. (available via: https://www.
ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1323316) ʘ
nen/ubs2018_-
Clark, P. U., Shakun, J. D., Marcott, S. A., Mix, A. C.,
_m_3.3_basisdatenbroschuere_barrieref
Eby, M., Kulp, S., Levermann, A., Milne, G. A., Pfis-
rei-02_cps_bf.pdf ʘ
ter, P. L., Santer, B. D., Schrag, D. P., Solomon, S.,
BMUB (Bundesministerium f. Umwelt, Naturschutz,
Stocker, T. F., Strauss, B. H., Weaver, A. J., Win-
Bau und Reaktorsicherheit) & UBA (Umweltbun-
kelmann, R., Archer, D., Bard, E., Goldner, A., …
desamt). (2017). Umweltbewusstsein und Umwelt-
Plattner, G.-K. (2016). Consequences of twenty-
verhalten in Deutschland 2016. Ergebnisse einer re-
first-century policy for multi-millennial climate
präsentativen Bevölkerungsumfrage. (Autor:innen:
and sea-level change. Nature Climate Change, 6(4),
Scholl, Gerd; Gossen, Maike; Holzhauer, Brigitte;
360–369. doi:10.1038/nclimate2923 🔒
Schipperges, Michael). Umweltbundesamt.
Dienel, P. C. (2002). Die Planungszelle. Der Bürger als
https://
Chance. Mit Statusreport (5. Auflage). Westdeut-
www.umweltbundesamt.de/sites/defaul
scher Verlag, Wiesbaden. 🔒
t/files/medien/376/publikationen/umw Dietz, T., Dan, A., & Shown, R. (2007). Support for
climate change policy: Social psychological and so-
eltbewusstsein_deutschland_2016_bf.pd
cial structural influences. Rural Sociology, 72(2),
f, Daten: doi:10.4232/
185–214.
1.12764 ʘ
doi:10.1526/003601107781170026 🔒
18
Ding, D., Maibach, E. W., Zhao, X., Roser-Renouf, C.,
euodp/en/data/dataset/S2212_91_3_4
& Leiserowitz, A. (2011). Support for climate poli-
90_ENG ʘ
cy and societal action are linked to perceptions
Farrell, D. M., Suiter, J., & Harris, C. (2019). System-
about scientific agreement. Nature Climate Chan-
atizing constitutional deliberation: The 2016–18
ge, 1, 462–466. doi:10.1038/nclimate1295
citizens’ assembly in Ireland. Irish Political Studies,
🔒
34(1), 113–123. doi:10.1080/07907184.
DKK (Deutsches Klimakonsortium), Helmholtz Klima
2018.1534832 ʘ
Initiative, Scientists for Future, & Klimafakten.de.
Fishkin, J. S. (2018). Democracy when the people are
(2020). Fakten aus der Wissenschaft. Zu aktuellen
thinking. Revitalizing our politics through public
Debatten rund um den Klimawandel (Berlin
deliberation. Oxford University Press. 🔒
26.3.2020).
Gallardo, J. L. (2020). France: The political economy
About
of discontent. The „Gilets Jaunes” movement. PSL
wp-content/uploads/2020/03/fakten-
Quarterly Review (Rome, 73(293), 119–135.
aus-der-wissenschaft.pdf ʘ
doi:10.13133/2037-3643_73.293_2 ʘ
DNR. (2020). Forsa-Umfrage: Einstellungen zum
Geißel, B., Dean, R., Jung, S., & Wipfler, B. (2019).
Klimaschutz. DNR (Deutscher Naturschutzring).
Bürgerrat Demokratie. Abschlussbericht der wissen-
https://www.dnr.de/fileadmin/Position schaftlichen Evaluation. Goethe-Universität Frank-
furt.
en/2020-12-01_Umfrage-
https://www.buergerrat.de/fileadmin/
Klimaschutz.pdf ʘ
DNV GL. (2019). Energy transition outlook 2019. downloads/evaluationsbericht.pdf ʘ
Giddens, A. (2009). The Politics of Climate Change.
https://eto.dnvgl.com/2019/index.html
Polity Press. 🔒
ʘ
Dryzek, John S., Bächtiger, A., Chambers, S., Cohen, Glanemann, N., Willner, S. N., & Levermann, A.
(2020). Paris Climate Agreement passes the cost-
J., Druckman, J. N., Felicetti, A., Fishkin, J. S., Far-
benefit test. Nature Communications, 11, 110.
rell, D. M., Fung, A., Gutmann, A., Landemore, H.,
Mansbridge, J., Marien, S., Neblo, M. A., Niemeyer, doi:10.1038/s41467-019-13961-1 ʘ
S., Setälä, M., Slothuus, R., Suiter, J., Thompson, Goldberg, M. H., Gustafson, A., Ballew, M. T., Rosen-
D., & Warren, M. E. (2019). The crisis of de- thal, S. A., & Leiserowitz, A. (2020). Identifying the
mocracy and the science of deliberation. Science, most important predictors of support for climate
363(6432), 1144–1146. policy in the United States. Behavioural Public
doi:10.1126/science.
Policy. Online. doi:10.1017/bpp.2020.39 ʘ
aaw2694 🔒 Haegel, N. M., Atwater, H., Barnes, T., Breyer, C.,
Dryzek, J.S., & Niemeyer, S. (2019). Deliberative de- Burrell, A., Chiang, Y.-M., De Wolf, S., Dimmler, B.,
mocracy and climate governance. Nature Human Feldman, D., Glunz, S., Goldschmidt, J. C., Hoch-
schild, D., Inzunza, R., Kaizuka, I., Kroposki, B.,
Behaviour, 3(5), 411–413.
Kurtz, S., Leu, S., Margolis, R., Matsubara, K., …
doi:10.1038/s41562-019-0591-9 🔒
Bett, A. W. (2019). Terawatt-scale photovoltaics:
Edenhofer, O., & Kowarsch, M. (2015). Cartography
Transform global energy. Science, 364(6443),
of pathways: A new model for environmental pol-
836–838. doi:10.1126/science.aaw1845 ʘ
icy assessments. Environmental Science & Policy,
51, 56–64. Hagedorn, G., Loew, T., Seneviratne, S. I., Lucht, W.,
Beck, M.-L., Hesse, J., Knutti, R., Quaschning, V.,
doi:10.1016/j.envsci.2015.03.017 🔒
Schleimer, J.-H., Mattauch, L., Breyer, C.,
Ehlerding, S., & Ismart, G. (2019, May 14). Angela
Hübener, H., Kirchengast, G., Chodura, A.,
Merkel will es in der Klimapolitik nochmal wissen.
Clausen, J., Creutzig, F., Darbi, M., Daub, C.-H.,
Tagesspiegel.
Ekardt, F., … Zens, J. (2019). The concerns of the
https://www.tagesspiegel.de/politik/
young protesters are justified: A statement by
die-ausgebremste-kanzlerin-angela-
Scientists for Future concerning the protests for
merkel-will-es-in-der-klimapolitik- more climate protection. GAIA - Ecological
Perspectives for Science and Society, 28(2), 79–87.
nochmal-wissen/
doi:10.14512/gaia.28.2.3 ʘ
24340180.html ʘ
Hänsel, M. C., Drupp, M. A., Johansson, D. J. A., Nesje,
European Commission. (2019). Special Euro Barome-
F., Azar, C., Freeman, M. C., Groom, B., & Sterner,
ter: Climate change. https://data.europa.eu/
19
T. (2020). Climate economics support for the UN IPCC. (2019). 1,5 °C globale Erwärmung – Der IPCC-
climate targets. Nature Climate Change, 10(8), Sonderbericht über die Folgen einer globalen Erwär-
mung um 1,5 °C gegenüber vorindustriellem Niveau
781–789. doi:10.1038/s41558-020-0833-
und die damit verbundenen globalen Treibhausgas-
x 🔒
emissionspfade im Zusammenhang mit einer Stär-
Harthan, R. O., Repenning, J., Blanck, R., Böttcher,
kung der weltweiten Reaktion auf die Bedrohung
H., Bürger, V., Emele, L., Görz, W. K., Hennenberg,
durch den Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung
K., Jörß, W., Ludig, S., Matthes, F. Chr., Mendele-
und Anstrengungen zur Beseitigung von Armut. Zu-
vitch, R., Moosmann, L., Scheffler, M., & Wieg-
sammenfassung für politische Entscheidungsträger.
mann, K. (2020). Treibhausgasminderungswirkung
https://www.de-
des Klimaschutzprogramms 2030 (Kurzbericht). Cli-
ipcc.de/media/content/SR1.5-
mate Change 12/2020. Umweltbundesamt. https:
SPM_de_barrierefrei.pdf (Siehe auch
//www.umweltbundesamt.de/sites/def
https://
ault/files/medien/1410/publikationen/
www.de-ipcc.de/256.php) ʘ
2020-03-05_clima
IRENA. (2019a). Future of solar photovoltaic. IRENA
te-change_12-
(International Renewable Energy Agency).
2020_treibhausgasminderungswir
https://
kungen-klimaschutzprogramm-
www.irena.org/publications/2019/Nov/
2030.docx_.pdf ʘ
Future-of-Solar-Photovoltaic ʘ
Hauer, M. E., Fussell, E., Mueller, V., Burkett, M.,
IRENA. (2019b). Future of wind. IRENA (International
Call, M., Abel, K., McLeman, R., & Wrathall, D.
Renewable Energy Agency).
(2020). Sea-level rise and human migration. Nature
https://www.irena.
Reviews Earth & Environment, 1(1), 28–39.
org/publications/2019/Oct/Future-of-
doi:10.1038/s43017-019-0002-9 🔒
Höhne, N., Hagemann, M., & Fekete, H. (2020). Zwei wind ʘ
neue Klimaschutzziele für Deutschland, Kurzstu- IRENA. (2019c). Renewable power generation costs in
2019. IRENA (International Renewable Energy
die (8 p.). New Climate Institute. https://new
Agency).
climate.org/wp-
https://www.irena.org/publications/
content/uploads/2020/05/
2020/Jun/Renewable-Power-Costs-in-
Zwei_neue_Klimaschutzziele_f ʘ
2019 ʘ
Huber, R. A., Wicki, M. L., & Bernauer, T. (2020).
Jacobsen, L. (2021, January 3). Politik kann doch
Public support for environmental policy depends
jeder. Zeit Online.
on beliefs concerning effectiveness, intrusiveness,
and fairness. Environmental Politics, 29(4), 649– https://www.zeit.de/politik/
673.
deutschland/2020-12/buergerrat-
doi:10.1080/09644016.2019.1629171
demokratie-politik-wahlsystem-
ʘ
auslosung ʘ
Hughes, T. P., Kerry, J. T., Álvarez-Noriega, M., Álva-
Jungk, R., & Müllert, N. R. (1991). Zukunftswerkstat-
rez-Romero, J. G., Anderson, K. D., Baird, A. H.,
ten. Mit Phantasie gegen Routine und Resignation.
Babcock, R. C., Beger, M., Bellwood, D. R., Berkel-
Heyne Verlag. 🔒
mans, R., Bridge, T. C., Butler, I. R., Byrne, M.,
Kallbekken, S., & Sælen, H. (2011). Public acceptan-
Cantin, N. E., Comeau, S., Connolly, S. R.,
ce for environmental taxes: Self-interest, environ-
Cumming, G. S., Dalton, S. J., Diaz-Pulido, G., …
mental and distributional concerns. Energy Policy,
Wilson, S. K. (2017). Global warming and recurrent
39(5), 2966–2973. doi:10.1016/j.enpol.
mass bleaching of corals. Nature, 543, 373–377.
2011.03.006 🔒
doi:10.1038/nature21707 🔒
Klimaneustart Berlin. (2020). Die Berliner Bürgeriniti-
IEA (Ed.). (2019). World Energy Outlook 2019. Sus-
tainable Development scenario. IEA. ative für das Klima (Homepage). https://
https://www. klimaneustart.berlin ʘ
Knobloch, F., Hanssen, F. S. V., Lam, A., Pollitt, H.,
iea.org/reports/world-energy-outlook-
Salas, P., Chewpreecha, U., Huijbregts, M. A. J., &
2019 🔒
Mercure, J.-F. (2020). Net emission reductions
20
from electric cars and heat pumps in 59 world beyond.
regions over time. Nature Sustainability, 3, 437–
https://interactive.carbonbrief.org/
447. doi:10.1038/s41893-020-0488-7 🔒
impacts-climate-change-one-point-five-
Lange, S., Volkholz, J., Geiger, T., Zhao, F., Vega, I.,
degrees-two-degrees ʘ
Veldkamp, T., Reyer, C. P. O., Warszawski, L., Hu-
Mehr Demokratie e.V., & BürgerBegehren
ber, V., Jägermeyr, J., Schewe, J., Bresch, D. N.,
Klimaschutz (Eds.). (2020). Handbuch Klimaschutz.
Büchner, M., Chang, J., Ciais, P., Dury, M., Emanu-
Wie Deutschland das 1,5-Grad-Ziel einhalten kann:
el, K., Folberth, C., Gerten, D., … Frieler, K. (2020).
Basiswissen, Fakten, Maßnahmen. Oekom Verlag.
Projecting exposure to extreme climate impact
https://www.oekom.de/buch/handbuch
events across six event categories and three
-klimaschutz-9783962382377 🔒
spatial scales. Earth’s Future, 8, 2020EF001616.
Min, S.-K., Zhang, X., Zwiers, F. W., & Hegerl, G. C.
doi:10.1029/2020EF001616 ʘ
(2011). Human contribution to more-intense
Lenton, T. M., Rockström, J., Gaffney, O., Rahmstorf,
precipitation extremes. Nature, 470, 378–381.
S., Richardson, K., Steffen, W., & Schellnhuber,
doi:10.1038/nature09763 🔒
H. J. (2019). Climate tipping points – Too risky to
bet against. Nature, 575(7784), 592–595. Mora, C., Dousset, B., Caldwell, I. R., Powell, F. E.,
Geronimo, R. C., Bielecki, C. R., Counsell, C. W. W.,
doi:10.1038/d41586-019-03595-0 ʘ
Dietrich, B. S., Johnston, E. T., Louis, L. V., Lucas,
Leopoldina (Ed.). (2019). Klimaziele 2030. Wege zu
M. P., McKenzie, M. M., Shea, A. G., Tseng, H.,
einer nachhaltigen Reduktion der CO₂-Emissionen.
Giambelluca, T. W., Leon, L. R., Hawkins, E., &
Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaf-
Trauernicht, C. (2017). Global risk of deadly heat.
ten).
Nature Climate Change, 7(7), 501–506.
https://www.leopoldina.org/uploads/tx
doi:10.1038/nclimate3322 🔒
_
Muller, A., Schader, C., El-Hage Scialabba, N.,
leopublication/2019_Stellungnahme_Kli
Brüggemann, J., Isensee, A., Erb, K.-H., Smith, P.,
maziele_2030_Final.pdf ʘ Klocke, P., Leiber, F., Stolze, M., & Niggli, U.
Luderer, G., Vrontisi, Z., Bertram, C., Edelenbosch, (2017). Strategies for feeding the world more
O. Y., Pietzcker, R. C., Rogelj, J., De Boer, H. S., sustainably with organic agriculture. Nature
Drouet, L., Emmerling, J., Fricko, O., Fujimori, S., Communications, 8(1), 1290.
Havlík, P., Iyer, G., Keramidas, K., Kitous, A., Pehl,
doi:10.1038/s41467-017-01410-w ʘ
M., Krey, V., Riahi, K., Saveyn, B., … Kriegler, E.
O ́Grady, C. (2019). Power to the people. Nations
(2018). Residual fossil CO₂ emissions in 1.5-2 °C
are turning to citizen assemblies to weigh up
pathways. Nature Climate Change, 8(7), 626–633.
climate policies. Science, 370(6516), 518–521.
doi:10.1038/s41558-018-0198-6 🔒
doi:10.1126/science.370.6516.518
Maestre-Andrés, S., Drews, S., & Bergh, J. (2019).
HTML 🔒, PDF ʘ
Perceived fairness and public acceptability of
OECD. (2020). Innovative citizen participation and
carbon pricing: A review of the literature. Climate
new democratic institutions. Catching the delibera-
Policy, 19(9), 1186–1204. doi:10.1080/
tive wave. OECD. doi:10.1787/339306da-
14693062.2019.1639490 🔒
en ʘ
Mattauch, L., Creutzig, F., Moore, N. aus dem,
Ostberg, S., Lucht, W., Schaphoff, S., & Gerten, D.
Franks, M., Funke, F., Jakob, M., Sager, L.,
(2013). Critical impacts of global warming on land
Schwarz, M., Voß, A., Beck, M.-L., Daub, C.-H.,
ecosystems. Earth System Dynamics, 4, 347–357.
Drupp, M., Felix Ekardt, Hagedorn, G., Kirchner,
doi:10.5194/esd-4-347-2013 ʘ
M., Kruse, T., Loew, T., Neuhoff, K., Neuweg, I., …
Pech, T. (2020). Le bilan de la Convention citoyenne.
Wallacher, J. (2020). Antworten auf zentrale Fra-
Études, octobre(10), 43–51.
gen zur Einführung von CO₂-Preisen (Version 2.0)
doi:10.3917/etu.4275.
– Gestaltungsoptionen und ihre Auswirkungen für
den schnellen Übergang in die klimafreundliche 0043 🔒
Gesellschaft. Diskussionsbeiträge der Scientists for Pretis, F., Schwarz, M., Tang, K., Haustein, K., & Al-
Future, 2, 41. len, M. R. (2018). Uncertain impacts on economic
growth when stabilizing global temperatures at
doi:10.5281/zenodo.3644498 ʘ
1.5 C or 2 C warming. Philosophical Transactions of
McSweeney, R., & Pearce, R. (2018). Carbon Brief:
the Royal Society A: Mathematical, Physical and
The impacts of climate change at 1.5C, 2C and
21
Engineering Sciences, 376(2119), 20160460.
ulspapier_nachhaltigkeit.pdf?__blob=pu
doi:10.1098/rsta.2016.0460 ʘ
blicationFile&v=5 ʘ
Rahmstorf, S. (2019). KlimaLounge: Wie viel CO₂ kann
Steffen, W., Rockström, J., Richardson, K., Lenton,
Deutschland noch ausstoßen? https://scilogs. T. M., Folke, C., Liverman, D., Summerhayes, C. P.,
Barnosky, A. D., Cornell, S. E., Crucifix, M., Donges,
spektrum.de/klimalounge/wie-viel-CO₂-
J. F., Fetzer, I., Lade, S. J., Scheffer, M., Winkel-
kann-deutschland-noch-ausstossen/ ʘ
mann, R., & Schellnhuber, H. J. (2018). Trajectories
Ram, M., Bogdanov, D., Aghahosseini, A., Gulagi, A.,
of the Earth System in the Anthropocene.
Oyewo, S. A., Child, M., Caldera, U., Sadovskaia, K.,
Proceedings of the National Academy of Sciences,
Farfan, J., Barbosa, L. S. N. S., Fasihi, M., Khalili, S.,
115(33), 8252–8259. doi:10.1073/
& Breyer, C. (2019). Global energy system based on
100% renewable energy – power, heat, transport pnas.1810141115 ʘ
and desalination sectors. Study by Lappeenranta Suhr, F. (2020). Deutsche finden, Klimaschutz sollte
University of Technology and Energy Watch
wichtigstes EU-Thema sein. Statista. https://de.
Group. http://energywatchgroup.org/wp-
statista.com/infografik/22197/umfrage-
content/uploads/EWG_LUT_100RE_All_
zu-schwerpunktthemen-der-deutschen-
Sectors_Global_Report_2019.pdf ʘ
eu-ratspraesidentschaft/ ʘ
Scheub, U. (2019). Europa – Die unvollendete Demo-
Teske, S. (Ed.). (2019). Achieving the Paris climate
kratie. Eine Vision für die Europäische Union. Oekom
agreement goals. Global and Regional 100% Renew-
Verlag.
able Energy Scenarios with Non-energy GHG Path-
https://www.oekom.de/buch/europa- ways for +1.5°C and +2°C. Springer Nature.
die-unvollendete-demokratie-13951 ʘ doi:10.1007/978-3-030-05843-2 ʘ
Schneidewind, U., & Zahrnt, A. (2013). Damit gutes Tong, D., Zhang, Q., Zheng, Y., Caldeira, K., Shearer,
Leben einfacher wird. Perspektiven einer Suffizienz- C., Hong, C., Qin, Y., & Davis, S. J. (2019). Commit-
politik. Oekom Verlag. 🔒 ted emissions from existing energy infrastructure
Seppelt, R., Manceur, A. M., Liu, J., Fenichel, E. P., & jeopardize 1.5 °C climate target. Nature, 572,
Klotz, S. (2014). Synchronized Peak-Rate Years of 373–377. doi:10.1038/s41586-019-1364-
Global Resources Use. Ecology and Society, 19(4).
3 🔒
doi:10.5751/ES-07039-190450 ʘ
Trenberth, K. E., Dai, A., Schrier, G., Jones, P. D.,
Shell International. (2018). Shell Scenarios: Sky – Barichivich, J., Briffa, K. R., & Sheffield, J. (2014).
Meeting the goals of the Paris agreement. https:// Global warming and changes in drought. Nature
www.ourenergypolicy.org/wp- Climate Change, 4, 17–22. doi:10.1038/
nclimate2067 🔒
content/uploads/
Wabnitz, K. J., Gabrysch, S., Guinto, R., Haines, A.,
2018/03/shell-scenarios-sky-1.pdf ʘ
Herrmann, M., & Howard, C. (2020). A pledge for
SRU (Sachverständigenrat f. Umweltfragen). (2020a).
planetary health to unite health professionals in
Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland
the Anthropocene. The Lancet, 396(10261), 1471–
und Europa, Umweltgutachten 2020. SRU.
1473. doi:10.1016/S0140-
https://www.umweltrat.de/SharedDocs
6736(20)32039-0 ʘ
/
Watts, N., Amann, M., Arnell, N., Ayeb-Karlsson, S.,
Downloads/DE/01_Umweltgutachten/2
Beagley, J., Belesova, K., Boykoff, M., Byass, P.,
016_2020/2020_Umweltgutachten_Ent
Cai, W., Campbell-Lendrum, D., Capstick, S.,
schlossene_Umweltpolitik.pdf ʘ Chambers, J., Coleman, S., Dalin, C., Daly, M.,
SRU (Sachverständigenrat f. Umweltfragen). (2020b). Dasandi, N., Dasgupta, S., Davies, M., Di Napoli,
Nachhaltigkeit als Aufgabe historischer Dimension: C., … Costello, A. (2020). The 2020 report of The
Deutschland jetzt auf einen ökologisch zukunftsfähi- Lancet Countdown on health and climate change:
gen Pfad bringen. SRU. Responding to converging crises. The Lancet,
https://www.umweltrat. S014067362032290X. doi:10.1016/S0140-
de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stel 6736(20)32290-X ʘ after account creation.
WBGU. (2011). Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag
lungnahmen/2020_2024/2020_12_imp
für eine große Transformation. 2. Veränderte Aufla-
ge. Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung
22
Globale Umweltveränderungen. https://www.
wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu/
publikationen/hauptgutachten/hg2011/
pdf/wbgu_jg2011.pdf ʘ
Whitmore-Williams, S. C., Manning, C., Krygsman, K.,
& Speiser, M. (2017). Mental health and our
changing climate. Impacts, implications and
guidance.
https://www.apa.org/news/press/
releases/2017/03/mental-health-
climate.pdf ʘ
WHO. (2018). COP 24 Special Report on Health and
Climate Change. WHO.
https://apps.who.int/iris/
bitstream/handle/10665/276405/9789
241514972-eng.pdf ʘ
Wise, J. (2020). Economic recovery plan should be
linked with achieving net zero, says citizens’
assembly. BMJ, 369, m2505. doi:10.1136/
bmj.m2505 ʘ
Wiseman, J., Edwards, T., & Luckins, K. (2013). Post
carbon pathways: A meta-analysis of 18 large-
scale post carbon economy transition strategies.
Environmental Innovation and Societal Transitions,
8, 76–93. doi:10.1016/j.eist.2013.04.001
🔒
World Economic Forum. (2020). The global risks
report 2020. Insight Report (15th ed.). World
Economic Forum (WEF).
http://www3.weforum.
org/docs/WEF_Global_Risk_Report_202
0.pdf ʘ
Wuppertal Institut. (2020). CO₂-neutral bis 2035:
Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung
der 1,5-°C-Grenze. Wuppertal Institut. https://
wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/5169/ ʘ
Zelinka, M. D., Myers, T. A., McCoy, D. T., Po‐Ched-
ley, S., Caldwell, P. M., Ceppi, P., Klein, S. A., &
Taylor, K. E. (2020). Causes of higher climate sen-
sitivity in CMIP6 models. Geophysical Research
Letters, 47(1), e2019GL085782. doi:10.1029/
2019GL085782 ʘ
23